Die Junior-Ingenieur-Akademie (kurz JIA) ist ein bundesweites Projekt der Deutschen-Telekom-Stiftung, welches junge Menschen frühzeitig für Technik und naturwissenschaftliche Phänomene begeistern möchte.

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Die praxisorientierte Vermittlung technischer Vorgänge und der unmittelbare Anwendungsbezug im Alltag und in der Industrie führt die Schülerinnen und Schüler auch zu der Arbeitswelt der Ingenieure, die u. a. im Maschinenbau, in der Industrie, der Elektrotechnik und in der Umwelttechnologie dringend gebraucht werden.

Das bundesweite Netzwerk wächst seit seiner Gründung im Jahre 2003 ständig. Das Hardtberg-Gymnasium gehört dem Netzwerk seit dem Jahre 2012 an. Inzwischen gibt es bundesweit 69 Junior-Ingenieur-Akademien (Stand 2014), die sich jährlich auf einer Jahrestagung treffen.

Die JIA wird als technikorientiertes Wahlpflichtfach in den Jahrgängen 8 und 9 angeboten und läuft über zwei komplette Schuljahre. Das Fach wird zweistündig in der Schule unterrichtet. Zusätzlich finden Exkursionen in Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen statt. Die Doppelstunde in der Schule ist so in die Randstunden gelegt, dass kein weiterer Unterricht ausfällt und Exkursionen im Anschluss an die Doppelstunde in den Nachmittag hinein stattfinden können.

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Die JIA hat nicht nur das Ziel der Wissensvermittlung, sondern will das Interesse für technische Inhalte und Berufsfelder wecken und Raum zum Tüfteln bieten. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen in diesem Fach in weiten Teilen projektorientiert arbeiten.

Das wichtigste Merkmal der Junior-Ingenieur-Akademie ist aber die Einbindung außerschulischer Kooperationspartner: Ergänzend zum vorbereitenden Schulunterricht lernen die Schüler bei zahlreichen Exkursionen zu Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen die Praxis von Ingenieuren und Wissenschaftlern kennen. Vom Beginn an lernen z.B. die Schülerinnen und Schüler zunächst im Praktikum Fertigungstechniken in der Ausbildungswerkstatt der SWB kennen, bevor sie im Unternehmen Bereiche wie Wasseraufbereitung, Müllverwertung oder Energieerzeugung im zugehörigen Kraftwerk aufsuchen. Weitere Partner sind die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Stadt Bonn sowie das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum in Köln.

In der JIA sollen technische Kompetenzen vermittelt werden besonders mit dem Ziel eines ebenso verantwortungsvollen wie verständigen Umgangs in Themen der Energiegewinnung und -nutzung. Auch lernen die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen und zum Teil widersprüchlichen Medienberichte zu verstehen, die darin getroffenen Aussagen sachlich zu bewerten und Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln zu ziehen.

Das Fach Junior-Ingenieur-Akademie unterrichten derzeit (11/2014):

Frau Stauder, Frau Veismann 

Weitere Angaben zu den Lehrern findet man unter Kollegium des HBG.

Zur Leistungsbewertung werden neben den mündlichen Leistungen und den Klassenarbeiten auch die Ergebnisse der Projektarbeit (insbesondere auch der Dokumentation) herangezogen. Die Mitarbeit wird auch während der Exkursionen beurteilt.

Die Leistungsbewertung im stark projektorientierten Unterricht erfolgt nach folgenden Kriterien:

In den zwei Jahren beschäftigten sich unsere Junior-Ingenieure mit vier Themenbereichen:

  • Allgemeine Grundlagen und Energietechnik
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Kraftwerksbau und
  • Transport und Verkehr