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„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun...“

Johann Wolfgang von Goethe

Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe begleitet uns bereits seit der Jahrhundertwende und ist im Rahmen unseres Schulprogramms auch weiterhin ein Leitgedanke für unser zukünftiges Handeln.

Lücking Michel 6.4.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Diskussion auf hohem Niveau: Die Klassen 5b, c und d trafen sich mit Dr. Claudia Lücking-Michel, die als Bundestagsabgeordnete viel Erfahrungen mitbrachte und aus Gesprächen mit Kindern aus Pakistan und Sambia berichtete.

Dass die UN-Charta für Kinderrechte zwar von vielen Ländern unterzeichnet wurde, Kinder aber weltweit immer noch in ihrem Recht auf Leben und persönlicher Entwicklung gefährdet sind, hatten die Schülerinnen und Schüler schon in der Vorbereitung auf dieses Treffen feststellen müssen. In mehreren Berichten über das Leben der Kinder in verschiedensten Ländern der Erde fassten sie die Probleme zusammen – von der Ausbeutung über Armut bis hin zur Flüchtlingsproblematik. Mit Hilfe von Lernplakaten referierten mehrere Schülergruppen über ihre Erkenntnisse.

Besonders beeindruckend war für die Schülerinnen und Schüler der Erfahrungsbericht von Lücking-Michel über Kinder in einem afrikanischen Flüchtlingslager: Die Eltern haben sich nach Europa durchgeschlagen und ihre Kinder versuchen es ebenfalls. Ein achtjähriges Kind möchte auf eigene Faust mit ihren beiden kleinen Brüdern nach Deutschland kommen. Dabei lauern die Gefahren direkt vor dem Flüchtlingslager. Hätte Frau Lücking-Michel die Kinder bei ihrem Besuch in dem Flüchtlingslager nicht einfach mit nach Deutschland bringen können? Dieser verständliche Wunsch der Schülerinnen und Schüler ist aber offensichtlich nicht so einfach umzusetzen. Sinnvoller erscheine, so Lücking-Michel, in dem Heimatland der afrikanischen Kinder für Bildung und bessere Lebensbedingungen zu sorgen, damit die Menschen dort bleiben können. Das wird immer dann sehr schwierig, wenn Krieg herrscht.

Ähnlich schwierig ist die Situation von Minenarbeitern in Pakistan. UNICEF versucht wenigstens kleine Schulen in der Nähe der Minen zu errichten, damit die Kinder dort nach ihrer schweren Arbeit noch schreiben, lesen und rechnen lernen. Die Hoffnung ist, dass sie sich irgendwann aus ihrer Versklavung befreien können. Ein radikales Verbot von Kinderarbeit würden die Minenbesitzer einfach unterlaufen.

An den Beispielen lernten die Schülerinnen und Schüler, dass es nie einfache Lösungen gibt, um die Kinderrechte weltweit durchzusetzen. Lücking-Michel riet ihnen, zum Beispiel beim Kauf von Kleidung oder Spielzeug darauf zu achten, dass diese nicht mit Kinderhänden hergestellt wurde. So würde jeder wenigstens einen kleinen Beitrag leisten.

Die Schülerinnen und Schüler erlebten eine spannende Gesprächsrunde und konnten feststellen, dass man mit Bundestagsabgeordneten ganz offen und direkt sprechen kann. Politik kann also ganz nah sein!